Es wird Zeit für die zweite Runde „Mainzer Elternblogs“. Wie schon im 1. Teil stelle ich euch ein paar Blogs aus unserer Region vor, die ein breites Spektrum an Themen abdecken und dabei eine Gemeinsamkeit haben: sie sind von (und oft für) Eltern geschrieben. Viel Spaß beim Durchklicken!

Sandkuchen-Geschichten
Familienleben mal amüsant

Die Mainzer werden es nicht für möglich halten, aber auch auf der anderen Rheinseite gibt es Eltern und auch hier wird gebloggt. Zum Beispiel von Verena Wagenpfeil, die uns nicht nur mit ihren Sandkuchen-Geschichten online sondern auch mit einem Roman ganz analog (oder doch als e-Book?) entzückt. „Bleib so, wie Du werden willst“ heißt es.

Ob Blog oder Buch, Verenas unbekümmerte Art über ihr Familienleben zu schreiben, ist eine Wohltat für alle Eltern. Die Wiesbadenerin schafft es, selbst so brisante Themen, wie den Krieg im Kinderzimmer ihrer Tochter und ihres Sohnes, leicht und unterhaltsam zu schildern. Oder sie nimmt einen mit auf ein ganz normales Wochenende in einer ganz normalen Wiesbadener Familie, mit Flohmarkt, Landesgartenschau und Trivial Pursuit. Hört sich schnöde an, gerät bei Verena aber sehr amüsant. Das liegt bestimmt an dem Götz-von-Berlichingen-Zitat.

Ein Blog, das man serviert bekommt wie einen Sandkuchen: bloß nicht ernst nehmen, einfach freuen.

Spielplatzblog
vom Mini- bis zum Superspielplatz

Ein ganz junges Ding in der Mainzer Bloggerfamilie ist das Spielplatzblog von Sandra. Die Mainzerin ist immer auf der Suche nach schönen Spielplätzen für ihre Tochter und seit diesem Sommer schreibt sie darüber. Ob fürs alltägliche Spielen in Mainz oder für den Familienausflug in der Umgebung, Sandra sammelt emsig alle Spielplätze und alle Fakten, für die man sich so interessiert: Gibt es eine Toilette? Für welches Alter ist der Spielplatz interessant? Was gibt es noch für Ausflugsziele in der Umgebung?

Für alle Eltern, die gerne mal was auf der Spielplatzbank schmökern, ist die Kategorie „Spielplatzbücher“ ein besonderes Schmankerl. Denn hier stellt Sandra Bücher vor, die sich perfekt für dieses Zwischendurch-Gelese eigne. So z.B. die „Jahrestage“ von Uwe Johnson.

Sandra schreibt, sie träume von einer Karte, in der alle tollen Spielplätze verzeichnet sind. Da kann ich nur mitträumen und mich über jeden neuen Beitrag von ihr freuen.

Die Gute Kinderstube
beziehungsweise gut beraten

Unweit von Mainz, in der rheinhessischen Rotweinstadt Ingelheim, leben Julia und Max. Die zweifachen Eltern schreiben frank und frei über ihre „Kinderstube“, nicht nur über die gute, die gelingt, sondern auch über die schlechten Tage, an denen ihnen alles zu viel wird.

Neben Einblicken ins Alltägliche ist dieses Blog eine tolle Einführung in das „Attachment Parenting“. Denn Julia ist seit Jüngstem ausgebildete bindungs- und beziehungsorientierte Familienberaterin. In der Kategorie „Frag die Gute Kinderstube“ lässt sie uns an ihrem Wissen teilhaben, ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Max wiederum gibt uns Einblicke in die Sicht eines Vaters auf so brisante Themen wie Langzeitstillen. Das ist eine runde Sachen, denn schließlich beschäftigen die beiden sich auch mit Genderfragen, fragen sich z.B. was es bedeutet, „Jungsmama“ zu sein.

Die gute Kinderstube ist ein Ort, wo man interessante Denkanstöße für sein eigenes Familienleben bekommen oder sich den Erzählungen einfach hingeben kann. Ein Ort, zu dem man kommen kann, wie an den Küchentisch einer guten Freundin.

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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