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Hebammen in Mainz & rundherum

Hebammen Aktion Mainz lokarlchen

auf verlorenem Posten

Freiberufliche Hebammen haben es heutzutage nicht leicht. In diesem Sommer droht ihnen das komplette Wegfallen der Haftpflichtversicherung. Das kann das Aus für Geburten in Geburtshäusern, zu Hause oder im Krankenhaus mit einer Beleghebammen bedeuten. Die Auswirkungen der seit längerem nach oben schnellenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen merkt man in vielen Regionen schon ganz deutlich. Auch in Mainz und Umgebung ist eine freie Wahl des Geburtsorts für viele Schwangere nicht mehr möglich, weil es einfach nicht mehr genug freiberufliche Hebammen gibt, um alle Frauen zu versorgen.

Die verbleibenden Optionen für unsere Region möchte ich euch in diesem Artikel vorstellen. Dabei verzichte ich bewusst darauf, Hebammen, Geburtshäuser oder Praxen zu bewerten. Schwangerschaft und Geburt ist etwas sehr persönliches und jede Frau wünscht sich dafür etwas anderes. Ich möchte euch nur die Kontaktdaten und Infos an die Hand geben, die ihr dazu braucht, um euch zu orientieren und schließlich mit der Hebamme eurer Wahl ins Gespräch zu kommen.

Beleghebammen

Im Normalfall durchläuft man eine Geburt im Krankenhaus mit mehreren Hebammen an seiner Seite. Je nach Länge der Geburt und Häufigkeit des Schichtwechsels können das schon mal drei neue Gesichter und Handpaare sein, die sich da über dich beugen und dich abtasten. Wem das zu anonym ist, der ist mit einer Beleghebamme bestens beraten. Sie begleitet die Frauen schon während der Schwangerschaft, bleibt bei der Geburt an ihrer Seite und übernimmt schließlich auch noch die Nachversorgung.

Beleghebammen sind an Krankenhäuser gebunden. Das Mainzer KKM verzeichnet zurzeit drei freie Hebammen (zur Liste der Hebammen der Frauenklinik Mainz). Eine ungenügende Anzahl! Viele Frauen, die sich eine Betreuung durch eine Beleghebamme wünschen, werden aufgrund der vielen Anfragen abgewiesen. Ich kann nur jeder Schwangeren raten, so früh wie möglich, am besten mit Bestätigung der Schwangerschaft, bei den Hebammen anzufragen.

Wer den weiten Weg nicht scheut, kann sich auch in Bad Kreuznach, im St. Marienwörth, einer Beleghebamme anvertrauen. Dies ist die aktuelle Liste mit Hebammen aus der Region Bad Kreuznach, mit einigen darunter, die auch Hausgeburten anbieten.

Je nachdem wie weit ihr gewillt seid zu fahren, könnt ihr auch noch in anderen Städten fündig werden. Ich erspare es mir hier alle aufzulisten und verweise auf Hebammensuche.de, wo ihr angeben könnt, in welchem Gebiet ihr was für eine Hebamme sucht. Hoffentlich werdet ihr fündig und könnt mit der Begleiterin eurer Wahl die Geburt durchleben!

Geburtshäuser

Wem die Klinik zu unpersönlich und das Eigenheim zu persönlich für eine sichere Geburt ist, der findet vielleicht in einem Geburtshaus die goldene Mitte. Hier sind die Räumlichkeiten optimal für Wehenarbeit und Geburt ausgelegt. Alle Teilnehmer können sich voll und ganz auf die Geburt konzentrieren ohne von den manchmal lästigen Krankenhausvorschriften behindert zu werden. Leider habe ich in meiner Recherche nur noch ein Geburtshaus für Mainz und Umgebung gefunden, das „Sonne, Mond & Sterne“ in Bad Sobernheim. Falls eine Leserin noch einen Tipp für mich hat, immer her damit!

Hebammenpraxen

Auch für eine optimale Vorbereitung auf die Geburt und für die überaus wichtige Nachsorge kann man sich nicht früh genug auf die Suche nach einer Hebamme machen. Die meisten Hebammen finden sich in Praxen zusammen, um gemeinsam ein Rundum-Angebot für Schwangere. junge Mütter und Väter zu gewährleisten.

Dies sind die zentralsten Mainzer Hebammenpraxen:

Ich werde mich bemühen, in lokarlchens Adressverzeichnis alle Praxen zu verzeichnen und aktuell zu halten. Auch hierfür bin ich über jeden Hinweis dankbar.

weitere Infos

Wenn ihr über die aktuelle politische Lage der Hebammenversorgung in Deutschland informiert bleiben und euch – besser noch – engagieren wollt, empfehle ich euch folgende Seiten:

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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