Mainzer Familien

Robert & Hannes

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Auf dem Frauenlobspielplatz treffe ich auf Robert und seinen Sohn Hannes, 15 Monate alt. Obwohl Hannes die Nacht schlecht geschlafen hat (die üblichen Verdächtigen Fieber & Zahnen sind Schuld), ist er gut drauf und zwischen Schaukeln und Karussell fahren darf ich Robert ein paar Fragen zu seinem Familienleben in Mainz stellen.

L: In welchem Stadtviertel von Mainz wohnt ihr?

R: Im Bleichenviertel, ziemlich zentral. Seit drei Jahren nun, wobei ich schon in Mainz studiert habe. Die Wohung liegt leider im fünten Stock ohne Aufzug, was ziemlich anstrengend sein kann mit Kind.

L: Heißt das, ihr werdet euch bald etwas anderes suchen?

R: Vielleicht, je nach Familienplanung. Aber der Wohnungsmarkt in Mainz ist echt schlecht und selbst in den Vororten ist es schwierig etwas Bezahlbares zu finden.

L: Was sind denn eure Lieblingsplätze in eurem Viertel, wenn ihr mit Hannes unterwegs seid?

R: Also im Zentrum gibt es nicht so viel, aber wir gehen oft und gerne auf die Spielplätze in der Neustadt oder auf den Rheinspielplatz. Leider gibt es nur wenig Cafés, wo man sich so richtig gut mit Kind aufhalten kann mit Spielecke, Wickeltisch u.s.w., vor allem seitdem das Lönneberga zugemacht hat. Ich arbeite in Wiesbaden, wo es noch ein paar ganz gute Adressen gibt. Z.B. das Lalaland.

L: Ja, das schließt nun leider aber auch bald seine Pforten und sucht nach neuen Räumlichkeiten, wie ich gehört habe.
Was unternehmt ihr denn bei Schlechtwetter?

R: Puh, das ist schwierig. Wir verabreden uns dann oft mit Freunden bei uns oder bei denen zu Hause. Oder eben Regenschutz auf den Buggy und spazieren gehen. Von uns aus kann man ja toll über die Altstadt bis zum Rhein spazieren. Meine Frau fährt auch gerne mal mit der Straßenbahn nach Gonsenheim. Da kann man super im Lennebergwald spazieren, es gibt schöne Spielplätze und wohl auch ein paar nette, kinderfreundliche Cafés. Ihr Lieblingscafe in Gonsenheim heisst Café Genuss – sehr kinderfreundlich mit einer schönen Kinderküche.

L: Wie klappt es denn bei euch mit der Kinderbetreuung?

R: Ich war für fünf Monate in Elternzeit, inzwischen arbeiten wir beide wieder. Meine Frau ist Lehrerin in Oppenheim, deswegen geht Hannes auch zu einer Tagesmutter dort. Das war echt nicht einfach hier in Mainz einen Betreuungsplatz für ihn zu finden. Oppenheim gehört noch zum Einzugsgebiet von Mainz, deswegen konnten wir von der Stadt auch dort eine Tagesmutter zugewiesen bekommen.

L: Wenn du jetzt beim OB einen Wunsch freihättest, um dein Leben hier in Mainz als Familie ein Stück besser zu machen, welcher wäre das?

R: Darf ich auch zwei haben?

L: Auch drei!

R: 1. ausreichend Betreuungsplätze für alle Kinder und 2. bezahlbaren Wohnraum in Mainz. Diese viel zu teuren Wohungen, die jetzt überall in der Stadt gebaut werden, nützen uns wenig.

Dann noch schnell ein Foto von den beiden – Hannes wird zunehmend müde – und wir verabschieden uns von einander. Zeit für den Mittagsschlaf.

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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