grillen, chillen und Bewegungslust stillen

Ich muss gestehen, vor meiner Zeit als Kinderwagenschieberin bin ich im Stadtpark nie weiter vorgedrungen, als bis zur ersten Grünfläche, wo dann prompt der Picknickkorb ausgepackt wurde. Ich konnte ja nicht ahnen, was dieser Park noch alles zu bieten hat!

Betritt man den Stadtpark durch den Rosengarten (z.B. Buslinien 62, 63), ist da ein ziemlich unscheinbares Gebäude, einer Mini-Tankstelle gleich, welches jedoch durchaus spannende Tiere beherbergt. Es handelt sich um ein Vogelhaus, Überbleibsel der einstigen Volieren und Blütenhäuser. Hier machen Aras viel Krach und Flamingos starren still in ihren kleinen Tümpel. Für die Kinder sind die Exoten spannend anzuschauen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann im benachbarten Favorite Parkhotel direkt weiter machen mit der Tierschau: Terrarien mit Leguanen und Geckos, ein Palmengarten und Aquarien mit Raubfischen sind hier frei zugänglich.

Über eine Brücke gelangt man zum Volkspark, ein riesen Areal mit viel Platz für sportliche Aktivitäten: Basketball, Boule, Tischtennis und Minigolf kann hier gespielt, Rollschuh gefahren werden. Jedes Elternherz geht auf ob des großen Spielgeländes, das den Kindern gewidmet wurde: eine riesen Kletterspinne, vier große Schaukeln (leider keine Babyschaukel), zwei große Rutschen und eine Seilbahn für die älteren Kinder; ein großer Sandkasten, ein Spielschiff mit Rutsche und ein Spielauto für Kleinkinder. Im Sommer ist die absolute Attraktion der Wasserspielplatz, der dank geringer Wassertiefe auch Eltern von kleinen Kindern Spaß macht. Dann fährt auch der kleine Zug seine Runden durch den Volkspark, an grillenden und chillenden Leuten vorbei, für 1,50€ pro Person.

Wer sein Essen nicht selbst erjagen und zubereiten möchte, der ist auch mit Kind im Restaurant Schwayer gut aufgehoben. Ein übersichtlicher Biergarten direkt am Wasserspielplatz, die gut ausgestattete Spielecke, Kinderstühle, Wickeltisch und netter Service erfüllen lokarlchens Kriterien eines kinderfreundlichen Restaurants. Auf der Karte finden sich auch ein paar Kindergerichte, die allerdings eher fastfoodig als lecker-gesund anmuten. Doch für manch einen mag der Verzehr von Schitzel, Pommes & Co den Urlaubscharakter eines solchen gastronomischen Ausflugs wohl noch zu unterstreichen.

Also lasst uns am Ende dieses milden Sommerabends anstoßen, auf die Kinder, die uns unsere Stadt jeden Tag neu entdecken lassen!

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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