Wusstet ihr, dass wir einen gigantischen Sandkasten direkt vor der Haustür haben? Ein Naturschutzgebiet mit Tieren und Pflanzen, die sonst nur in weit entfernten Steppen vorkommen? Eine richtige Dünenlandschaft hier in Mainz? Wir haben ihn letztens besucht, den Großen Mainzer Sand, und waren begeistert. Und auch ein bisschen empört.

ein Familienausflug, der die Phantasie beflügelt

Zwischen Mombach und Gonsehnheim gelegen, in direkter Nachbarschaft zum Lennebergwald, lässt sich der Große Sand bequem mit verschiedenen Bussen erreichen. Oder aber ihr schwingt euch aufs Fahrrad und macht einen Ausflug draus. Ihr solltet nur mit einkalkulieren, dass der Boden, nun ja, sehr sandig ist. Deswegen lieber auf wüstenerpropte Fortbewegungsmittel setzen oder zu Fuß gehen, wenn ihr Strecke machen wollt. Stadtbuggys und Kinderfahrräder kommen da nicht weit.

Einmal angekommen, breitet sich eine bizarre, atmosphärische Landschaft vor euch aus, die jedes Kind zu den tollsten Phantasiereisen einlädt. Dies ist die Szenerie für Nomaden & Räuber, Karawanen & Schatzsucher. Ältere Kinder kann man sicherlich für die so ganz andersartigen Pflanzen begeistern, den sandigen Boden und die kuriosen Käfer. Hier könnt ihr durchatmen und eine Weite spüren, die man so in der Stadt selten hat.

Und damit wären wir schon beim Wermutstropfen. Denn die Weite wird allzu schnell durch eine Autobahn begrenzt, die einmal quer durch den Großen Sand führt. Das ist nicht nur lästig für Augen und Ohren sondern auch eine große Bedrohung für die einzigartige Flora und Fauna, wie das Bündnis „Nix in den Mainzer Sand setzen“ feststellt. Die Vergrößerung der Autobahnen auf sechs Spuren versuchen die Naturschützer mit aller Macht zu verhindern. Hier erfahrt ihr mehr über die Initiative und wie ihr sie unterstützen könnt.

Ich würde mir wünschen, dass dieser ganz spezielle Ort in Mainz erhalten bleibt. Gerade erst entdeckt, ist er mir und meinen Kindern sofort ans Herz gewachsen, der gigantische Sandkasten.

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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