An manch einem Sommertag sind Wasserspielplatz und Planschbecken im Garten einfach nicht genug. Da möchte man ganz eintauchen ins kühle Nass. Ein Freibad muss her! Ein paar Runden am Abend schwimmen oder ganze Tage mit Freunden im Freibad verbringen, das habe ich schon immer gerne gemacht. Da war ich auch noch ziemlich anspruchslos: Hauptsache Wasser und gute Pommes. Aber wonach sucht man das Freibad aus, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist?

aber bitte mit Schatten – das Taubertsbergbad

In der Mittagssonne braten und stolz seine Sonnenbrände vergleichen ist spätestens mit dem ersten Kind sowas von out. Jetzt sind Sunblocker, Sonnenhüte und Ganzkörperschwimmanzüge gefragt. Weswegen es mir schleierhaft ist, wie ein so gut ausgestattetes Schwimmbad wie das Taubertsbergbad es nicht schafft, eine sonnengeschützte Schwimmecke für kleine Kinder zu schaffen. Zwar bietet die großzügige Wiese mit den hohen Bäumen genug kühle Rückzugsmöglichkeiten, aber der Kleinkindbereich selbst liegt leider brach in der Sonne. Schade, denn das Sandmatschareal und die wasserfallartig absteigenden Wasserbecken laden eigentlich zur perfekten Abkühlung an heißen Tagen ein. Warum ich trotzdem noch mit meinen kleinen Kindern ins Taubertsbergbad gehe? Weil es so super zentral liegt. Ein paar Schritte vom Hauptbahnhof West (wo so ziemlich jede Linie hält) den Hügel hinauf und, schwups!, ist man da – toll für die kurze Schwimmbadaktion zwischendurch.

mehr als Wasser – das Freibad in Mombach

Nicht alle Kinder sind geborene Wasserratten. Mein ältestes z.B. hat auch mal gerne festen Boden unter den Füßen und geht deswegen besonders gern ins Freibad vom Mombacher Schwimmverein. Hier ist neben dem flachen, weitläufigen Babybecken ein Piratenschiff  mit Spielareal für alle Kinder, auch die wasserscheuen, eine tolle Ergänzung. Große Bäume rund herum bieten genug Schatten in der Mittagshitze. Die wirklich sehr großzügige Liegewiese und die großen Becken sorgen dafür, dass es im Mombacher Schwimmbad selbst an gut besuchten Tagen auszuhalten ist. Für mich ist es das Mainzer Freibad meiner Wahl, wenn ich die Zeit habe, ins Auto, in den Bus (Linien 62 und 47) oder aufs Fahrrad zu steigen. Und eins kann ich euch sagen: wenn man den Berg mit Kind hinten drauf hochgeradelt ist, dann hat man die Abkühlung auch dringend nötig.

gut zur Babyhaut – das Naturerlebnisbad in Bingen

Das Chlorwasser in Freibädern kann für empfindliche Kinderhaut ein echter Abturner sein. Dem trägt das Naturerlebnisbad Bingerbrück Rechnung: hier ist das Wasser chlorfrei und wird mithilfe von Rieselfeld und Uferfeld gereinigt. Leider ist das Kleinkindbecken selbst nicht chlorfrei, aber es steht ja jedem frei, wo er mit seinem Kind planscht. Auf jeden Fall ist der Kleinkindbereich mit Sonnensegeln schattig genug und ein Bachlauf lädt zum Staudamm bauen ein. Bevor man sich auf die Reise begibt, die von Mainz aus leider nur mit Auto machbar ist, sollte man sich jedoch informieren, ob das Freibad seine Tore auch wirklich geöffnet hat. Denn an besonders heißen und gut besuchten Tagen, können die Algen nur begrenzt viel Wasser reinigen. Ist das Limit erreicht, werden keine Besucher mehr reingelassen. Hat man es rein geschafft, lässt die herrliche Aussicht über den Rhein sofort Urlaubsgefühle wach werden und ich kann das Naturerlebnisbad als Familienausflugsziel nur empfehlen.

Soweit meine Hitliste. Jetzt bin ich gespannt, was ihr noch hinzuzufügen habt. Welches Freibad ist euer Favorit? Was ist für euch das absolute Muss, wenn ihr mit Babys, kleinen oder größeren Kindern im Sommer schwimmen geht?

über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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