Folgt man in der Neustadt dem Rumoren der Bagger und dem Geplätscher des Rheins, gelangt man an eine der größten Baustellen, die Mainz je gesehen hat, nämlich zum Zollhafen mit seinem neuen Stadtquartier „Rheinkai 500“. Direkt am Eck zur Rheinallee beäugt ein neckisch geneigter Turm das Geschehen. Es handelt sich um das ehemalige Kesselhaus jetzt Kunsthalle. Ein Gebäude, das so interessant aussieht, Kusnt und Kaffee beherbergt und direkt neben einer riesen Baustelle gelegen ist – das versprach Spaß für mich und Kind. Und so machten wir uns auf den Weg zur Mainzer Kunsthalle.

auf mehreren Ebenen verblüffend

Die Kunsthalle möchte zeitgenössische Kunst unter die Mainzer bringen, Impulse geben und den Dialog fördern. Mithilfe von Workshops und Rundgängen werden die wechselnden Ausstellungen auch Kindern näher gebracht (schaut doch mal in unserem Veranstaltungskalender). Ich bin bisher nur völlig ungeführt durch die Räume geschlendert, fand einiges beeindrucken, anderes abstrus, während das Kind einfach baff ob der vielen Eindrücke war. Wichtig ist es vor allem, dass alle Ausstellungshallen dank Aufzug auch mit Kinderwagen erreichbar sind. Beim Empfang informiert ihr euch am besten darüber, ob Teile der Ausstellung für kleine Kinder verstörend sein könnten, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Auf dem letzten Turmstockwerk wird man nach all der Kultur mit einem fantastischen Ausblick über den Zollhafen belohnt, ganz direkt und ganz ohne künstlerische Hintergedanken.

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schwellenloses Frühstücksglück

Zur Stärkung muss man das Gebäude nicht einmal verlassen. Das 7 Grad (= die Neigung des Turmes) ist Frühstückscafé Bindestrich Lounge und erstaunlich familienfreundlich. Die geräumige Bar bietet genug Platz für Buggy und ausflugslustige Kinder. Ein Wickeltisch ist in der Behindertentoilette der Kunsthalle vorhanden. Wer es sich an den Tischen bequem machen will, kann auf Kinderstühle zurückgreifen. Ich fand allerdings die niedrigen Loungetische geradezu perfekt mit meinem Zweijährigen, der daran stehen konnte, wie an einem Kindertisch. Die Karte ist eher minimalistisch, was das Essen anbelangt. Jedoch müssten auch Laktose-, Gluten- oder Fleischintolerante fündig werden. Der Service war bisher meinen eher ausladend essenden Kindern immer genügsam gegenüber. Im Sommer öffnet auch vermutlich der Biergarten wieder, wobei die Rheinstraße direkt daneben zu den Stoßzeiten leider jedes Gespräch übertönt.

Bisher habe ich hier noch keine Kinderspielsachen gesichtet, was natürlich das Sahnehäubchen wäre. Aber auch so sind Kunsthalle und 7 Grad ein guter Anlaufspunkt für Familien in der Neustadt, für die Rheinflaneure, Kulturbedürftigen, Frühstücker und Baustellenliebhaber unter euch.

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über die Autorin

Charlotte

Charlotte

Zugezogene Mainzerin, aus Liebesgründen hier hängen geblieben, Mutter von einem Wiesbadener (*2013), einem Meenzer Bub (*2015) und einem Meedsche (*2017), ehemals Klein-Gastronomin, immer noch Kaffeeliebhaberin, Stadtbummlerin und eigentlich, tief im Herzen, ein Dorfkind.

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